Unsere Reisen

Sonnenaufgang am Fuji-san (Fortsetzung)

So wenig Wanderer wie vermutet sind es allerdings nicht. Auf den ersten 500 Höhenmetern bis zur 7. Station geht man auf einem 2 bis 3 Meter breiten Bergweg aus Vulkanasche. Die obligatorischen Kopflampen beleuchten immer nur den Quadratmeter direkt vor den eigenen Füßen, von der Landschaft sieht man nichts. Massenwanderung 1
Massenwanderung 2 Ab der 7. Station wird uns klar, auf was wir uns eingelassen haben: von nun an werden wir auf den nächsten 600 Höhenmetern vor jeder Station ca. 45 Minuten im Stau stehen - alle halbe Minute ein Schritt. Wir sind umgeben von unglaublichen Massen von Japanern, der Weg wird enger, es gibt Abschnitte, auf denen man klettern muß, und nicht nur das: auf der 7. und 8. Station haben viele Wanderer, Schulklassen usw. übernachtet, die ausgerechnet jetzt alle aufstehen und sich auf den Weg machen. Unser Ziel, den Sonnenaufgang direkt am Gipfel zu erleben, geben wir langsam auf ...
Etwas unterhalb des Gipfels ist es schließlich soweit: Wer noch kann, wandert weiter, und wer genug hat, setzt sich einfach neben den Weg und wartet. Auf dem Bild sieht man links im Hintergrund die 8. oder 9. Station. Warten auf die Sonne
Vor dem Aufgang Unmittelbar vor dem Sonnenaufgang beginnt sich der Himmel zu färben. Man erwartet die Sonne, das Flaggensymbol Japans! Auch das japanische Kaiserhaus soll direkt von der Sonnengöttin Amaterasu Omikami abstammen, die uns gleich einen Besuch abstatten wird.