Unsere Reisen

Zur Grimsel-Paßhöhe in der Schweiz

Als Alternative zum Männlichen versuchten wir, eine Stelle zu finden, die zwar hoch liegt, aber dennoch gut mit dem Auto zu erreichen war. Es ist zwar viel spaßiger, die ganzen Sachen mit einer Bergbahn hochfahren zu lassen, aber je mehr es werden, desto kaputter kommt man oben an (wenn man sie überhaupt mitnehmen kann). Der Grimselpaß schien geeignet. Nach einigen Vorerkundungen machten wir uns also auf den Weg. Als wir ankamen, herrschte Nebel; man konnte die Hand nicht mehr vor Augen sehen, geschweige denn die Straße oder die Ausfahrt zum Parkplatz, auf den wir uns stellen wollten.
Wir waren gewarnt worden: Schon mehrere Wanderer seien aus den tückischen Nebeln dort oben nicht mehr herausgekommen. Die hatten allerdings auch kein Auto, keine Zelte, keine warmen Sachen und keine Verpflegung mitgehabt. Wenn man also nur lange genug wartet, verzieht er sich wieder - und zwar von einer Minute auf die andere. Nach ein paar Sternbeobachtungen in der restlichen Nacht wußten wir am nächsten Morgen schließlich, wo wir genau waren. Parkplatz an der Grimsel
Teleskope bei Tag Aufgrund des geringen Touristenaufkommens konnten wir die Stative und Montierungen über Tag stehenlassen. Einer von uns hatte außerdem die Nacht unglaublicherweise zum Schlafen genutzt, weil er doch gar zu müde gewesen war. Daher durfte er Wache halten. - Im Hintergrund, vor den Bergen, sieht man die Paßhöhe auf 2165 m.
Unser Rotlichtviertel. Rotlicht beeinträchtigt die Augen am wenigsten, wenn sie an die Dunkelheit angepaßt sind. Rechts die Zelte, links der dekorative Windschutz. Oben der große Wagen. - Gibt es sonst keine Sternaufnahmen? Nur wenig, denn die drei Stauseen dort oben (Oberaarsee mit Eisbergen aus dem Gletscher, Grimselsee mit gleich zwei Staumauern, Räterichsbodensee) produzierten einigen Dunst, und die Staumauerbeleuchtung ließ ihn weiß leuchten. Fazit: kein so guter Standort dort oben. Teleskope bei Nacht