Karwendelspitze in Deutschland (Fortsetzung)

Wieder Mittenwald, diesmal bei Nacht. Etwas weiter im Hintergrund leuchtet Garmisch-Partenkirchen. Am Himmel, in der Mitte, strahlt der Schwan, der sich gerade kopfüber in Richtung Horizont stürzt. War es dieses Sternbild, das Konstantin der Große vor der Schlacht an der Milvischen Brücke als Vision überhöht sah? Wahrscheinlich nicht, denn dann hätte er bis Mitternacht wachbleiben müssen, und die Anordnung war am damaligen römischen Märzhimmel waagerecht. Oder er hat es im Liegen gesehen?! Mittenwald bei Nacht
Was ist denn da? Auf der Suche nach Objekten. Es könnte aber auch die Höhe des Horizonts sein, die hier noch einmal bestimmt wird, nachdem sie bei Nacht nur schwer erkennbar ist. Horizont? Ja, leider, denn die Bergstation der Bahn liegt in einem Hochtal, das fast einem Vulkankrater ähnelt. Nur im Westen, Richtung Mittenwald, ist er ein wenig offen. Die anderen Richtungen sind versperrt. Da wir unser Gepäck nicht einige Hundert Meter über Schotterwege tragen wollten, begnügten wir uns mit zenitnahen Beobachtungsobjekten.
Beobachtungsidylle. Ein Blick Richtung Südwesten. Ganz rechts das Restaurant der Bergstation, in dem leider auch nachts ein wenig Licht brannte, aber kein Koch arbeitete, der uns eine heiße Suppe gebracht hätte. Der Himmel am Horizont ist nur wegen der langen Belichtungszeit so extrem hell. Wahrscheinlich handelt es sich um Dunst, der nach einigen Stunden aufkam und von den Lichtern Mittenwalds angestrahlt wurde. Angesichts dieser Tatsache waren wir einigermaßen dankbar für die abschirmende Wirkung der Bergwände rings um unser Hochtal. Beobachtungsidylle