Unsere Reisen

Der Südsternhimmel in Patagonien

Im Süden ist alles anders. Im Februar ist Sommer, man sieht Sterne und Sternbilder, die man auf der Nordhalbkugel niemals zu Gesicht bekommt, und die, die man vom Norden her kennt, stehen auf dem Kopf und sind zur "falschen" Jahreszeit am Himmel. Noch seltsamer: Die Sonne steht mittags im Norden; Südbalkons will niemand haben.
Ein recht guter Ort, um Sterne zu beobachten, ist die sogenannte Argentinische Schweiz mit ihrem Hauptort San Carlos de Bariloche. Er liegt bei 41 Grad Süd, so daß man den Südhimmel fast vollständig sieht, aber auch im Sommer noch gut beobachten kann: der Himmel ist dann noch nicht so hell wie weiter im Süden. Ausblick vom Glockenberg bei Bariloche
Wasserfall und Mond Die Umgebung ist wunderschön. Wer genau hinsieht, erkennt über dem Gletscherwasserfall den abnehmenden Halbmond. Auch dieser ist ungewohnt, weil er spiegelverkehrt und auf dem Kopf steht: Die von der Nordhalbkugel bekannte Regel mit dem altdeutschen z und a muß hier umgekehrt werden, und einen Mond, der sich wie eine Brücke nach oben spannt, kennt man normalerweise auch nicht.
Mitten im Nationalpark Nahuel Huapi, zwei Stunden weg vom nächsten Ort, liegt die Hosteria Pampa Linda. Von dort sieht man den Cerro Tronador, den "Donnernden Berg", vom dem ständig Gletscherstücke abbrechen. Der Cerro Tronador