Unsere Reisen

Zum Sudelfeld in Deutschland

Wieder einmal wollten wir Ende 2001 auf einen "richtigen" Berg fahren. Da sich einer von uns inzwischen in München angesiedelt hatte und wir damit eine Basisstation in Süddeutschland hatten, sahen wir uns dort nach einer geeigneten Beobachtungsmöglichkeit um. Die beiden, die Brenscheid treu geblieben waren, packten ihre Siebensachen und machten sich auf den Weg.
Wie findet man einen geeigneten Beobachtungsplatz auf einer Karte? Nun, man sucht nach Orten, die einige ganz bestimmte Kriterien erfüllen: Hoch gelegen, mit schwerem Gepäck erreichbar, wenig besucht, nachts absolut dunkel, nicht in der Nähe von Städten oder auch Dunst produzierenden Seen, geräumig, und mit Panorama oder zumindest guter Südsicht. Packen
Aufbau auf dem Sudelfeld So ein Ort schien uns das Sudelfeld zu sein, ein Skigebiet in der Nähe von Rosenheim. Leider ist es nur etwa 1500 m hoch, aber dafür gut mit dem Auto erreichbar. Nachdem wir den örtlichen Wirt und Großgrundbesitzer um Erlaubnis gefragt hatten, bauten wir auf.
Das Bild täuscht kolossal. So gemütlich und hell, wie es hier scheint, war es natürlich nicht, denn a) ist es nachts dunkel und b) ist es nachts ziemlich kalt. a) ist hier mit einem Blitzlicht überlistet worden (der Photograph war so schlau, dort hineinzusehen, um zu kontrollieren, ob es auch funktioniert) und b) mit heißem Tee und - wahrscheinlich - wieder einmal Mexikanischem Feuertopf einer großen deutschen Lebensmittelhandelskette. Mahlzeit
Flugzeug, Satellit, Sternschnuppe Der große Wagen - aber das ist nicht alles, was dieses Bild zeigt. Zum einen sieht man den leider sehr hellen Nordhimmel, wahrscheinlich von einer größeren Stadt verursacht. Zum anderen aber drei identifizierte Flugobjekte: Ein leider immer wieder störendes Flugzeug, zu sehen Mitte links als langer Strich. Auf dem Originalbild sind die regelmäßig aufblitzenden Signallampen zu sehen. Das viel schwächere strichförmige Objekt am rechten Bildrand besitzt diese nicht: ein klarer Fall eines Satelliten. Schließlich gelang mit dem Objekt links oben ein seltener Fang: eine Sternschnuppe, zu erkennen daran, daß sie im Verlauf ihrer kurzen Sichtbarkeit immer lichtstärker wird.